Dein Handelsmonat, einmal im Monat ausgewertet
Deine Transaktionen und der Reiter „Gewinne & Verluste" sind Nachschlagewerke: Sie beantworten, was du fragst. Der Handelsmonat stellt die Frage selbst — was hast du im letzten Monat eigentlich getan, und was ist dabei herausgekommen?
Was du damit machen kannst
- Drei Zahlen, die den Monat beschreibenWie viele Runden du geschlossen hast, was unterm Strich realisiert wurde und wie viele davon ins Plus liefen. Eine Runde ist ein Ausstieg — ein Verkauf oder eine Ausbuchung — mit den Käufen, die dahinterstehen. Ein Teilverkauf zählt als Runde über den Teil, den du abgegeben hast. Gerechnet wird über alle deine Depots: Ein Handelsmonat gehört dir und nicht einem Konto.
- Sehen, ob Geduld oder Schnelligkeit getragen hatDeine Ausstiege stehen nach Haltedauer sortiert: am selben Tag geschlossen, bis fünf Tage gehalten, länger gehalten — jeweils mit Runden, Trefferquote und Ergebnis. Steht eine Gruppe deutlich vorn, sagt der Bericht es in einem Satz. Nur dann: Bei 51 zu 49 wäre ein Sieger ein Rundungsfehler mit Überschrift.
- Woran du verdient hast — und woran nichtDie Basiswerte mit den meisten Runden, jeder mit seinem Ergebnis und einem Balken, der die Größenordnung zeigt. Bei Hebelprodukten kommt die Richtung dazu: Calls setzen auf steigende Kurse, Puts auf fallende, und häufig trägt nur eine der beiden Seiten den Monat.
- Zählen, was nicht überlebt hatKnock-outs, die ausgestoppt und mit ihrem Restwert ausgebucht wurden, stehen als eigener Abschnitt — mit Anzahl, Summe und Namen. In der Transaktionsliste stehen sie zwischen allem anderen; hier sind sie die eigene Auskunft, die sie verdienen.
- Den Monat einordnenNeben dem Ergebnis stehen der Vormonat und der Durchschnitt der letzten zwölf Monate mit Handel. Eine Zahl ohne Vergleich sagt nur, dass sie groß aussieht.
- ZurückblätternJeder Monat mit genug Runden hat seine eigene Adresse und steht im Wechsler oben. Monate, in denen du kaum gehandelt hast, stehen dort nicht — ein Knopf, der eine leere Seite aufschlägt, wäre ein Fehler.
- Nur wenn es etwas auszuwerten gibtAb fünf im Monat geschlossenen Runden. Darunter erscheint gar nichts. Ein „Monatsbericht" über zwei Verkäufe ist keine Auswertung, sondern eine Zeile — und die steht schon unter „Gewinne & Verluste".
Was wir uns dabei gedacht haben
Die Beträge kommen unverändert aus derselben Rechnung wie der Reiter „Gewinne & Verluste": Durchschnittskosten, ein Ergebnis je Ausstieg. Eine eigene Rechnung hätte hier andere Zahlen ergeben als dort — zwei Wahrheiten über dasselbe Geld, und die schwächere stünde neben der Abrechnung deiner Bank.
Die Haltedauer kann aus dieser Rechnung nicht kommen: Durchschnittskosten kennen keine Tranchen. Sie entsteht deshalb aus einer zweiten Zuordnung, die die verkauften Stücke ihren ältesten Käufen zuweist — und die liefert ausschließlich Datumsangaben, nie einen zweiten Betrag. Aus beidem einen Quotienten zu bilden („Rendite je Haltetag") wäre eine Zahl, die keine der beiden Methoden hergibt.
Ein Verlustmonat wird nicht gefeiert. Steht unterm Strich ein Minus, benennt die Überschrift es, statt eine gut gelaufene Teilgruppe hervorzuheben. Eine Fläche, die jemandem nach einem verlorenen Monat seine beste Richtung lobt, hat die Frage nicht verstanden.
Der Bericht beschreibt, er empfiehlt nicht. „Am besten lief es intraday" sagt, was war; „handle intraday" wäre Beratung. Dieselbe Grenze zieht der Zielfortschritt, wenn er ausdrücklich keine Rendite hochrechnet.
In den ersten Tagen nach Monatsende steht der Bericht oben in deiner Übersicht, danach weiter unten. Er hat keine Frist wie eine Eilmeldung — aber am dritten ist er eine Nachricht und am zwanzigsten eine Auskunft.
Stückzahlen und Durchschnittskurse nennt der Bericht nicht. Ein Aktiensplit passt frühere Buchungen rückwirkend an; eine Monatsauswertung mit Stückzahlen darin würde sich Jahre später von selbst ändern.
Seitdem verbessert
- 15.09.2026Der Betrag bleibt bei seiner WährungIm Handelsmonat stand das realisierte Ergebnis auf zwei Zeilen: der Betrag oben, „EUR" darunter. Auf diesem Schriftgrad las sich die Währung allein auf einer Zeile wie ein zweiter Wert. Das hing nicht an deinem Fenster, sondern an der Breite, die die Karte gerade hatte — mit minimierter Marktspalte brach die Zahl bei jeder Auflösung. Betrag und Währung stehen jetzt immer zusammen; wird es eng, rückt die ganze Kennzahl in die nächste Zeile, statt ihre Zahl zu zerlegen. Dasselbe gilt für den Kurs oben auf einer Aktienseite.
- 11.10.2026Die Aufschlüsselungen lassen sich sortierenHaltedauer, Basiswerte und Richtung sortierst du jetzt nach jeder Spalte. Die erste Spalte trägt dazu einen Namen statt eines leeren Kopfs.